Neue Beine für das Novoflex Triopod – kürzer – stabiler – wertiger

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Das ich ein bekennender Novoflex Fan bin ist sicher kein Geheimnis. Ob ich noch unvoreigenommen bin, kann ich Euch nicht sagen, aber ich habe tolle Stative im Einsatz aus dem Hause Gitzo, Benro, PCP Pro, Manfrotto und auch das Novoflex Triopod. Keines der Stative ist so flexibel und so vieleseitig nutzbar wie das Triopod. Als echtes „Spielkind“ ist das natürlich dann „mein“ Stativ. Einziger Punkt, den ich seit dem ersten Tag als ich das Triopod bekam nicht so „prikelnd“ fand, waren die bisherigen Beine. Ich hatte bisher die dreiteiligen Carbon Beine im Einsatz. Die waren zwar stabil (genug) aber die Haptik und das Anfassgefühl waren nicht auf dem Niveau, wo heute andere Stative sind. Gerade bei Novoflex, wo die Haptik immer etwas besonderes ist, hat das nicht so ganz in mein persönliches Geschmacksbild gepasst. Dennoch muss ich sagen, war es immer stabil und funktionierte einwandfrei und wurde auch sehr oft von mir eingesetzt.

Bereits im April erhielt ich unter der Hand von Novoflex die Informationen, das kurz vor der Photokina neue Beine für das Triopod auf den Markt gebracht werden. Wisst Ihr wie schwer das ist, als Blogger der tagesaktuell im Netz berichten möchte, sich zurückzuhalten (um auch weiterhin gut mit Informationen versorgt zu werden)?

Seit nunmehr sechs Wochen darf ich diese neuen Beine an meinem Tripod nutzen und will heute endlich mal etwas dazu schreiben und Euch ein paar Bilder zeigen. Habe ja Urlaub und endlich etwas Zeit dazu.

Ein paar der Bilder habe ich schon vor sechs Wochen beim auspacken der Beine zu Hause gemacht:

Ich mag Vergleiche zwischen den Herstellern eigentlich nicht, das wisst Ihr ja auch, da viele Hersteller gute und weniger gute Seiten an Ihren Produkten haben und der Markt so groß ist, das für jeden Geschmack, jeden Einsatzzweck und auch jeden Geldbeutel etwas dabei ist. Dennoch werde ich oft gefragt:

Ist das Tiopod denn auch so gut wie ein Gitzo? Ist das Manfrotto 055er nicht besser? Recht ein viel günstigeres Benro nicht aus?

Das und sehr ähnliche Fragen erreichen mich jeden Tag. Ich habe mir vorgenommen in den nächsten Wochen mal eine Stativübersicht zu erarbeiten, in der ich dann meine persönlichen Lieblinge unter den Dreibeinern für die jeweiligen Einsatzzwecke mal vorstellen möchte. Heute geht es aber um das Tripod und seine neuen Beine. Wenn Ihr mich zu einer Aussage in Sachen Stabilität zwingen würdet, dann würde ich die neuen Beine des Tripod mit denen der Gitzo Serie II vergleichen. Die Serie III und höher scheinen mir noch belastbarer und stabiler. Aber vergessen wir dabei nicht, wir vergleichen Äpfel mit Birnen. Das Triopod ist ein Systemstativ, welches ich flexibel den komplett unterschiedlichen Anforderungen anpassen kann, von Makrostativ mit stabilen Minibeinen, über Wanderstock-Stativ bin hin zum stabilen Dreibein. DAS kann eben kein anderes Stativ so wie das Triopod. Deswegen mag ich diese Vergleiche nicht, da sie letztendlich nie Äpfel mit Äpfeln vergleichen.

Die neuen Beine haben wesentlich „schönere“ Drehklemmungen bei denen man das Gefühl hat, sie greifen besser zu und sie sitzen fester. Die Beine rutschen besser rein und raus als bei den längeren und älteren. Ich habe mich für die QLEG C2844 entschieden, also die vierteiligen Carbonbeine mit dem kurzen Transportmaß.

Die Pressemeldung von Novoflex sagt zu den neuen Beinen:

Neue Stativbeine für NOVOFLEX TrioPod und QuadroPod Kurz und gut

Mit der Markteinführung der modularen Stativsysteme TrioPod (drei Stativbeine) und QuadroPod (vier Stativbeine) hat NOVOFLEX die Stativtechnik neu definiert. Das Baukastensystem beider Stative mit der Möglichkeit unterschiedliche Beinsegmente oder auch Wanderstöcke als Stativbeine einzusetzen, gestattet einen noch flexibleren und individuelleren Einsatz. Jetzt bringt die Memminger Ideenschmiede drei neue, kürzere Beintypen auf den Markt, die sich noch kompakter transportieren lassen.

Bei der Konzeption der neuen Beine wurde ein besonderes Augenmerk auf ein geringes Packmaß bei gleichzeitig hoher Stabilität gelegt. Folgende Ausführungen stehen ab sofort zur Verfügung:
• Das Bein QLEG A2844 besteht aus Aluminium und hat vier Segmente. Es ist zusammen geschoben 42,5 cm und ausein- ander gezogen 130 cm lang. Die unverbindliche Preis em- pfehlung beträgt 49,– Euro, bzw. 169,– Euro im 4er Set für das QuadroPod.
• Das Bein QLEG C2844 hat die gleichen Maße wie das QLEG A2844, ist jedoch aus Carbon gefertigt. Die UVPs liegen bei 99,– Euro bzw. 369,– Euro im 4er Set.
• Noch kompakter ist das QLEG C2253, dessen fünf Segmente aus Carbon bestehen. Zusammen geschoben ist das Bein nur 30 cm und auseinander gezogen 108 cm lang. Der UVP beträgt 69,– Euro.

Mit den kurzen Beinlängen richtet sich das Unternehmen speziell an Outdoor- und Reisefotografen, die auf eine kompakte Aus- rüstung und geringes Gewicht Wert legen. Mit den neuen Beinen stehen nun insgesamt neun verschiedene Ausführungen zur Verfügung.

Alle Beinsegmente verfügen über einen herausschraubbaren Spike, der sich unter einer Gummikappe am Beinende befindet und lassen sich zudem als Einbeinstativ verwenden.

Zur besseren Übersicht der verschiedenen Beine habe ich mal einen Screenshot aus dem Novoflex Prospekt gezogen für Euch. („Liebe Firma Novoflex verklagt mich bitte nicht wegen dem Copy and Paste…“)

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Da ich hier im Urlaub leider keine Schieblehre dabei habe, habe ich mir die Beindurchmesser von Novoflex mailen lassen:

Durchmesser der QLEG C2844 von oben nach unten:

  • Anschlußkappe 31mm
  • Neopren 36mm
  • Rohr 28mm
  • Rohr 25mm
  • Rohr 22mm
  • Rohr 19mm

Die Beinlängen sind:

  • 4-Segmenter lang ohne Spike 46cm + 4,5cm Spike mit Gummi
  • 4-Segmenter kurz ohne Spike 40cm + 4,5cm Spike mit Gummi

Das die Spikes jetzt unter einer abziehbaren Gummikappe sind und nicht mehr wie bisher mit einem Gewinde und einem „Gummi-Schraub-Fußende“ ausgestattet sind, finde ich persönlich besser, da die Gummi-Schraub-Enden sich gerne mal hochgedreht haben in der Tasche und man dann „unabsichtlich“ mit dem Metallspike auf dem Parkett stand. Nicht gut. Das ist jetzt mit den festsitzenden Gummikappen viel besser gelöst. Aber das ist sicher auch Geschmackssache.

Wenn Ihr mich fragt hat Novoflex mit den neuen Beinen auf das Feedback der Kunden gehört und diese wirklich optimiert und verbessert.

Fazit: Das Triopod ist nicht das stabilste Stativ der Welt! Aber, das Triopod ist wahrscheinlich das flexibelste und modularste Stativsystem der Welt. Die neuen Beine sind wertiger und stabiler wirkend als die ersten es waren. Dennoch haben die auch einwandfrei funktioniert und ihren Job tadellos gemacht.

Ich hoffe diese Angaben und Bilder helfen Euch bei der Beurteilung und bei der Suche nach einem flexiblen Stativsystem.

Zur Sicherheit sei hier noch mal erwähnt: Ich arbeite nicht für Novoflex und werde auch von Novoflex nicht bezahlt für diese Berichte. Diese sind meine freie Meinung. Ich denke das ist selbstverständlich aber ich möchte zur Sicherheit dieses hier nochmals erwähnen.

Schöne Grüße – im Moment aus dem sonnigen Dänemark – Euer Stativfreak – Jörg Langer

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