Das Rollei Rock Solid Carbon Stativ und der Rollei Rock Solid 3-Wege-Neiger L in der näheren Betrachtung (Video)

Rollei – ein sehr bekannter Name in der deutschen Fotogeschichte. Rollei – ein Stativhersteller? Das wollte ich genauer wissen und habe Kontakt zu Rollei aufgenommen und ein Stativset zum testen bekommen. Das mir zur Verfügung gestellte Set besteht aus den beiden folgenden Artikeln:

Die Möglichkeit diese beiden Artikel testen zu können habe ich zum Anlass genommen und das obige Video dazu erstellt. Schaut es Euch an. Ich bin auf Eure Kommentare dazu gespannt.


Daten – Rollei Rock Solid Carbon Stativ Gamma

  • Dreibein
    • Gewicht (ohne Stativkopf): 1.35 kg
    • Minimale Höhe: 7 cm – bein Einratung in erster Rasterung 12,5 cm
      (siehe Video oben)
    • Maximale Höhe: 151 cm
    • Traglast: 16 kg
    • Beinsegmente: 4
    • Stativbeindurchmesser: 28 / 24,5 / 21 / 17,5 mm
    • Material: 8 Carbonlagen in Kreuzstruktur
    • Packmaß: 47,5 cm
    • Montageplatte mit 3/8 Zoll und 1/4 Zoll Anschluss
    • Beinanstellwinkel mit drei Rastpositionen
    • Sand und Salzwasserbeständig (lt. Hersteller) (ich werde beides testen!)
    • Mittelsäule umgedreht nutzbar um ganz auf den Boden zu kommen.
    • Mittelsäule entfernbar
    • Taschenhaken am unteren Ende der Mittelsäule
  • Monopod
    • Gewicht (ohne Stativkopf): 0.43 kg
    • Maximale Höhe: 162.5 cm
    • Minimale Höhe: 78 cm
    • Traglast: 16 kg
  • Lieferumfang
    • Rock Solid Carbon Stativ Gamma
    • Stativtasche
    • Spikes
    • Inbusschlüssel
    • kurze Mittelsäule (die im Video genannte „Metallhülse“)

Meine Meinung zum Rollei Rock Solid Carbon Stativ Gamma

Das Rock Solid Gamma macht seinem Namen – nach meinem ersten Eindruck – alle Ehre. Die Verarbeitung ist grandios und das achtlagige kreuzgelegte Carbon ist extrem stabil. Auch bei 600mm Brennweite konnte ich keine Erschütterungen feststellen. Es steht wie ein solider Fels in der Brandung (was eigentlich eine sehr abgedroschene Begrifflichkeit ist…). Die Verarbeitung mit allen drei isolierten Beinen gefällt mir extrem gut. Die beiden mit Moosgummi geschützten Beine sind sehr griffig und auch das mit Kunstleder/Leder (ich weiß es nicht was es wirklich ist…) geschützte Bein fasst sich extrem stabil und wertig und angenehm an. Die Möglichleit ein Bein als Einbein zu nutzen (lustige Formulierung)  ist zwar nicht neu aber in diesem sehr stabilen Maße eher selten am Markt zu finden. Auch hier ist der Name „Rock Solid“ Programm.


Daten – Rollei Rock Solid 3-Wege-Neiger L

  • 3-Wege-Neiger L
    • Steuerung: Schwenken, Neigen, Feststellen
    • Höhe: 13 cm
    • Basisbreite: 6 cm
    • Gewicht: 0.79 kg
    • Traglast: 6 kg
    • Wechselplatte: ArcaSwiss kompatible Schnellwechselplatte
    • Material: Aluminium
  • Lieferumfang
    • Rollei Rock Solid Dreiwegeneiger L
    • ArcaSwiss kompatible Schnellwechselplatte
    • Bedienungsanleitung

Meine Meinung zum Rollei Rock Solid 3-Wege-Neiger L

Kurz: Solide und Funktional! 

Der aus Aluminum gefertigte 3-Wege-Neiger macht genau was er soll  er hält stabil und verzugsfrei die darauf geschraubte Kamera. Durch die getrennte Einstellung der drei Ebenen hat man genug Einfühlungsvermögen um exakt ausgerichtete Aufnahmen zu erstellen. Die Griffe sind recht lang, was beim Packmaß nur bedingt praktisch ist, aber bei der sensiblen Einstellung der Ebenen auch seinen Vorteil hat. Das Rollei auf ARCA kompatible Wechselplatten setzt begrüße ich sehr. Das Rollei die Montage der Wechselplatte auch ohne Werkzeig ermöglicht finde ich zudem sehr sehr positiv.


Im obigen Video habe ich Euch die Gesamtgewichte des gezeigten Sets aus Rock Solid Gamma und Rock Solid 3-Wege-Neiger L schon eingeblendet, möchte die aber auch hier in der Textform noch ergänzen.

  • Gewicht Stativ und Kopf: 2.100 Gramm
  • Gewicht Stativ mit Mittelsäule und Kopf: 2.230 Gramm

Kleiner Nachtrag Dezember 2016:

Ich habe folgenden wertvollen und stimmenden Tipp bekommen: Ich hatte in meinem Video zum Rock Solid Carbon Gamma erwähnt, dass der Dreiwegeneiger mit dem Stativ nicht in die Stativtasche passt.

Rollei hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass es dafür wohl einen kleinen Trick gibt:

Dazu müssen wir nur die beiden Handgriffe vom Dreiwegeneiger abschrauben, die lange Mittelsäule nutzen und komplett ausfahren und die Beine hoch und nicht nach unten klappen. Der Dreiwegeneiger sollte so in die Stativtasche passen und die Griffe können Sie in die Außentasche packen.

Und siehe da – das passt! Es ist zwar schon „eng“ aber durchaus so nutzbar. Danke für den lieben Hinweis an Rollei.


Fazit

Für knappe 400 Euro bekommt man ein Dreibein-Stativ in sehr solider Ausführung, hoher Tragkraft bei recht geringem Packmaß. Ob man auf einen 3-Wege-Neiger setzt oder doch eher auf einen Kugelkopf setzen mag, muss jeder für sich selbst entscheiden. Da ich selbst eher der „Kugelkopf-Typ“ bin, hat mir der Test des 3-Wege-Neigers viel Spaß gemacht. Kaufen würde ich mir aber eher den zum Stativ passenden Kugelkopf Rollei T-7S Profi Panorama-Kugelkopf auch aus dem Hause Rollei.

Ich bedanke mich an dieser Stelle bei Rollei und werde Euch nach dem Test im Sand und Salzwasser in wenigen Wochen auf der Insel Fehmarn erneut berichten – hier auf Stativfreak.de.

Schöne Grüße – Euer Stativfreak – Jörg Langer

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4 Antworten auf Das Rollei Rock Solid Carbon Stativ und der Rollei Rock Solid 3-Wege-Neiger L in der näheren Betrachtung (Video)

  1. Jens sagt:

    Macht ja einen wirklich sehr guten Eindruck. Was ich im Video gelernt habe: Man kann bei Drehverschlüssen mit einem Griff versuchen alle los zu drehen. Bei meinen Tests von Stativen in diversen Geschäften kam mir die Idee noch nicht. Danke!

  2. Uwe Rau sagt:

    Hallo Jörg!

    Sehr informatives Video. Ich finde du könntest ruhig öfters Videos von Produkten zeigen bzw. machen!

    Gruß Uwe

    P.S. Hätte ich nicht schon ein Rollei Carbon Stativ hätte ich glat eins bestellt!😉

  3. Ich habe heute folgenden wertvollen und stimmenden Tipp bekommen:

    Ich hatte in meinem Video zum Rock Solid Carbon Gamma erwähnt, dass der Dreiwegeneiger mit dem Stativ nicht in die Stativtasche passt.

    Rollei hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass es dafür wohl einen kleinen Trick gibt:

    Dazu müssen wir nur die beiden Handgriffe vom Dreiwegeneiger abschrauben, die lange Mittelsäule nutzen und komplett ausfahren und die Beine hoch und nicht nach unten klappen. Der Dreiwegeneiger sollte so in die Stativtasche passen und die Griffe können Sie in die Außentasche packen. Und siehe da – das passt!

  4. Pascal sagt:

    Hey Jörg,

    danke für dein Test des Rock Solid Gamma. Er veranlasste mich auch mal die Rock Solid Stative von Rollei anzugucken. Meine Erfahrungen (zumindest die die ich Zuhause gemacht habe) habe ich hier: http://www.pascalbetke.de/fotografie/rollei-rock-solid-beta-oder-gamma-carbon-stativ-welches-ist-besser niedergeschrieben. Einen ausführlichen Test zum Rock Solid Beta und zum Kugelkopf werde ich noch schreiben, sobald ich mal mit dem Stativ (es wurde das Beta) draußen war 🙂

    Gruß Pascal

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